ADHS und Schlaf – Warum guter Schlaf so entscheidend ist
Viele Kinder mit ADHS haben Schwierigkeiten, zur Ruhe zu kommen und einzuschlafen. Gedanken kreisen, der Körper ist noch aktiv und selbst am Abend fällt es schwer, den Tag loszulassen. Für Sie als Eltern kann das zu einer täglichen Belastung werden.
Ein unruhiger oder zu kurzer Schlaf wirkt sich direkt auf das Verhalten Ihres Kindes aus. Konzentration, Impulskontrolle und emotionale Stabilität sind am nächsten Tag oft deutlich eingeschränkt. Dadurch können sich typische ADHS-Symptome zusätzlich verstärken.
Umso wichtiger ist eine klare und verlässliche Abendroutine. Wiederkehrende Abläufe helfen Ihrem Kind, sich auf das Schlafengehen einzustellen und schrittweise zur Ruhe zu kommen. Ruhige Aktivitäten wie Vorlesen oder leise Gespräche unterstützen diesen Prozess.
Ebenso spielt die Umgebung eine wichtige Rolle. Ein reizarmes, ruhiges Schlafzimmer kann dabei helfen, äußere Ablenkungen zu reduzieren. Auch feste Schlafenszeiten geben Ihrem Kind Orientierung und fördern einen stabileren Schlafrhythmus.
Wichtig ist, realistische Erwartungen zu haben. Veränderungen brauchen Zeit, und Rückschritte sind normal. Kleine Anpassungen können jedoch bereits eine große Wirkung haben und langfristig zu entspannteren Abenden führen.